Deisterwanderung nach Barsingausen

Die erste Wanderung im neuen Jahr führte die kleine Wandergruppe des Heimatbundes vom Bahnhof Egestorf nach Barsinghausen. Der Himmel war teilweise wolkenverhangen und die Sonne zeigte sich nur sporadisch. Trotz des nicht idealen Wanderwetters ließen sich die Wanderer nicht entmutigen, den winterlichen Buchenwald zu durchstreifen. Es fehlten, dem Klimawandel geschuldet, der Berglandschaft Minustemperaturen und Schnee. Ohne diese winterlichen Beigaben wirkt die Landschaft recht düster und leblos. Die Forstarbeiter nutzen diese Wintertage um ihre Holzernte einzubringen, daher waren einige Wanderwege während der Fällarbeiten für Wanderer gesperrt.

Nach einer ca. eineinhalb stündigen Wanderung erreichte unsere Wandergruppe die historische Bergbaustadt Barsinghausen. Die erste urkundliche Erwähnung 1193 steht im Zusammenhang mit der Klostergründung, so ist es in den Analen nachzulesen. Kloster und Kirche haben ihr äußeres Erscheinungsbild dem hier vorkommenden Sandstein zu verdanken. Der Deistersandstein, ein begehrtes Baumaterial seit Jahrhunderten, fand seine Verwendung nicht nur hier, sondern auch bei vielen bekannten und unbekannten Bauten in Hannover und Umgebung. Das Erscheinungsbild des Hoftheaters (Opernhauses) in Hannover (1845-52) besticht durch diesen Sandstein. Der damalige Königliche Baumeister Georg Ludwig Friedrich Laves verwendete diesen Stein bei vielen seiner Bauten, von denen etliche noch erhalten sind.

Zum Abschluss der Wanderung wurde Einkehr, in einem, in der Innenstadt gelegenen Gaststätte mit mediterranem Flair, gehalten. Die angebotenen Speisen und Getränke nahmen unsere Gedanken mit in eine von Sonne durchdrungene südliche Landschaft. Schnell ist das feuchte und von kurzen Tagen begleitete norddeutsche Wetter vergessen. Angenehme Tischgespräche beendeten diesen Wandertag.  

GDK

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