Kultur- und Erlebnisfahrt nach Naumburg/Saale

In diesem Jahr führte uns unsere Kultur- und Erlebnisfahrt an die Saale. Bei hochsommerlichen Temperaturen erreichte unser Bus gegen Mittag die tausendjährige Domstadt Naumburg. Eine Domführung stand auf dem Programm. Die zwei kompetenten Fremdenführer erklärten in einer etwa ¾ stündigen Führung unseren Mitreisenden den Dom mit seinen bau- und religionsgeschichtlichen Hintergründen. Diese heute evangelische Kathedrale St. Peter und Paul gehört zum Bistum Naumburg und stammt größtenteils aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Seit dem Jahr 2018 gehört dieses bedeutende Bauwerk der Spätromanik zum UNESCO Weltkulturerbe. Als Ekkehard I. Markgraf von Meißen, einer der mächtigsten Männer des Deutschen Reiches, seine Residenz von Zeitz nach Naumburg (Nuwenburg) verlegte, hatte er diesen Platz geschickt gewählt. Mehrere Handelsstraßen lagen in unmittelbarer Nähe und versprachen beim Umschlag von Waren erhebliche Gewinne und Einfluss auf die Warenströme. König Konrad II. lies auf Drängen des Papstes 1028 auch den Bischofssitz von Zeitz nach Naumburg verlegen, denn, so berichtet die Bischofschronik (praepositura noviter fundata), Zeitz sei eine unsichere und kaum zu schützender Stadt – also nicht geeignet für einen Bischofssitz. Was mich und alle Mitreisenden an dieser Dombesichtigung beeindruckt hat, sind nicht nur die feinen Steinmetzarbeiten am Westlettner, sondern vor allem die baumeisterliche Arbeit der Gesamtanlage. Selbstverständlich bleibt man als Betrachter vor den Stifterfiguren Ekkehard II. und Uta und ihnen gegenüber aufgestellten Markgraf Hermann und Regilindis stehen, um die einzigartig herausgearbeitete Personendarstellung zu betrachten und zu bewundern. Die Gesichter lächeln oder sind mit einem weltoffenen Blick auf den Betrachter gerichtet. Nach so viel Kultur wurde eine Mittagspause in einem historischen, einschlägigen Lokal in der Innenstadt eingelegt. Um anschließend den Rest des Tages am Geiseltalsee die maritimen Wasserwelten zu genießen. Bei Kaffee und Erdbeerkuchen wurde das Erlebte noch lebhaft diskutiert. Ein schöner und erlebnisreicher Tag hatte sein Ende gefunden. Den Organisatorinnen sei Dank!

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